Glossar

Vertriebsmodell

Selbsterntefeld

Selbsterntefelder machen den Kunden zum Gärtner.

Hier übernimmt der Anbieter die Aussaat von Gemüse und Salaten auf einem meist stadtnahen Grundstück. Die Kunden mieten sich eine Parzelle – oft gemeinsam als Familie, WG oder sonstige Kleingruppe. Nach der Parzellenübergabe im Frühjahr wird der eigene Acker gepflegt: Unkraut muss gezupft werden, Tomaten angebunden und Kürbis- oder Zucchinipflanzen gedüngt werden.

Geerntet wird das ganze Jahr über – was immer gerade Saison hat. Wer möchte, kann auf den frei gewordenen Flächen nachpflanzen. Samen oder fertige Pflanzen sowie Tipps und Hilfestellungen gibt es meistens von den Anbietern, zum Beispiel bei einer wöchentlichen ‚Gartensprechstunde’. Oder auch von den Feldnachbarn – wer gemeinsam in der Nachmittagssonne das Feld pflegt, kommt fast automatisch ins Gespräch über den Garten, das Essen und das Leben.


Vorteile

  • Eine direkte Verbindung zu unserem Essen – vom Keim bis in die Pfanne.
  • Einfach und auch für Einsteiger geeignet – hier wächst es (fast) von alleine.
  • Selbst ist der Esser – hier kann man aktiv anpacken und sich von der Bürowoche erholen.
  • Jeder nach seiner Façon – wer will, kann auf dem Acker neue Leute kennenlernen, aber niemand muss.

Nachteile

  • Selbsterntegärten brauchen Zeit, und liegen oft etwas außerhalb. Nichts für Dauergestresste.
  • Man muss sich langfristig binden – mindestens für eine Gartensaison.
  • Es gibt nur Gemüse und Salat – das dafür satt. Milchprodukte oder Fleisch muss man sich anderweitig beschaffen.
  • Es gibt nur das, was gerade saisonal auf dem Feld wächst – und ein Teil der Ernte kann immer dem schlechten Wetter oder den Kartoffelkäfern zum Opfer fallen.
  • Profi-Gärtner werden sich langweilen – weil alles bereits fertig eingesät ist.
  • Diebstahlgefahr – die Gärten sind relativ offen, da lassen schonmal Passanten einen Kürbis mitgehen.

Tips & Links

  • Auf jeden Fall in der Gruppe einsteigen – das hilft, das Beet auch in der Urlaubszeit zu pflegen, oder wenn die Motivation doch nicht das Jahr über hält, die Zeit knapp und das Feld weit weg ist. Auch übersteigt der Ertrag oft die Erwartungen, eine Gruppe hilft, die Zucchini-Flut zu bändigen.
  • Neben der Zeit fürs Pflegen und Ernten auch die Verarbeitung einplanen – fürs Säubern und Putzen, aber auch für das Einkochen. Dann kann man das ganze Jahr über Gemüse aus dem Garten genießen!
  • Noch kein Selbsterntegarten in der eigenen Stadt? Deutschlandweite Anbieter sind ackerhelden (bio) und meine ernte (nicht zertifiziert) – beide arbeiten mit lokalen Bauern zusammen und sind offen für neue Standorte. Ein guter Ansprechpartner, um ein spannendes Konzept in die eigene Stadt zu bekommen.

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